Fusswege und Umgestaltung im Römerquartier: Fragen an den Stadtrat

Anfrage an den Stadtrat

Anfrage betreffend Fusswege im Römerquartier

Baden, 6. September 2020

Anfrage betreffend Fusswege im Römerquartier

Die Stadt Baden will Fussverbindungen fördern. Dies ist im Reglement zur Städteinitiative festgehalten. Im Römerquartier ist aber ein entgegengesetztes Handeln der Stadt sichtbar. So wird der Obere Mätteliweg, ein bei Fussgängern und Joggerinnen beliebter Weg im Waldstück unterhalb der Langmatt und der Ansaldogebäude, kaum mehr unterhalten und soll gemäss Aussagen der Abteilung Tiefbau nach Eröffnung der Bäder ganz geschlossen werden.

Zudem sieht die Stadt davon ab, die mit dem Zug ankommenden Gäste wie ursprünglich geplant auf einem Fussweg durch den Kurpark und anschliessend durch den ehemaligen Ochsengarten ins neue Bad zu führen, obwohl das der direkteste und schnellste Weg wäre. Der ehemalige Park soll zwar öffentlich zugänglich sein. Von oben führt aber nur ein an einen Privatweg gemahnender Weg in den Park, von unten wird er über eine Treppe erschlossen. Ein anderer Zugangsweg in den Park ist für die Öffentlichkeit komplett gesperrt, und zwar der von der Bäderstrasse in den Garten. Dieser steht nur den privaten Bewohnerinnen und Bewohnern der am Park liegenden Liegenschaft zur Verfügung, auch wenn die Stadt dort ein öffentliches Wegrecht besitzt.

Wir bitten den Stadtrat Baden in diesem Zusammenhang um die Beantwortung der folgenden Fragen:

  1. Was plant der Stadtrat mit dem Oberen Mätteliweg? Falls der Stadtrat den seit Jahrzehnten bestehenden Weg aufheben will: Was ist die Begründung? Gibt es einen Ersatzweg?
  2. Weshalb verzichtet der Stadtrat darauf, den direktesten Fussweg ins neue Bad als Hauptfussverbindung zu kennzeichnen? Wie wird dieser Weg in Zukunft signalisiert? Wie werden die Wege durch den Ochsengarten gestaltet? Geteert, gekiest, gepflästert?
  3. Der Ochsengarten hätte eigentlich neugestaltet werden sollen, so war es im Entwicklungsrichtplan Bäder festgehalten. Der Stadtrat hat aus Kostengründen beschlossen, darauf zu verzichten. Weshalb wird gerade darauf verzichtet? Gibt es andere Projekte aus dem Entwicklungsrichtplan Bäder, die nicht umgesetzt werden?
  4. Im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Parkhauses wurden sehr viele Bäume im Ochsengarten abgeholzt. Werden alle Bäume ersetzt? Wenn ja: Wo?
  5. Der Ochsengarten war als Park ein Schmuckstück der alten Bäder. Weshalb verzichtet der Stadtrat darauf, ihn auch von der Bäderstrasse her öffentlich zugänglich zu machen und so wieder in die Bäder zu integrieren? Ist das ein Entgegenkommen des Stadtrats an die Verenhahof AG, die das Grundstück dort überbaut hat? Kann der Stadtrat überhaupt einfach so auf ein öffentliches Wegrecht verzichten?

Vielen Dank für die Beantwortung dieser Fragen.

Georg Gindely

SP Baden

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