Einwegplastik bei Veranstaltungen reduzieren: Es ist höchste Zeit...

Reduzieren oder gar verbieten

Überparteilicher Vorstoss

Postulat Massnahmen zur Reduktion bis hin zum Verbot von Einwegprodukten aus Plastik bei städtischen und von der Stadt zu bewilligenden Veranstaltungen

Antrag
Der Stadtrat wird beauftragt, Massnahmen zur Reduktion bis hin zu einem Verbot von Einwegprodukten aus Plastik zu prüfen. Die Massnahmen sollen die Stadtverwaltung, Anlässe und Veranstaltungen der Stadt Baden sowie von der Stadt Baden zu bewilligenden Anlässe betreffen.

Begründung
In der Schweiz ist der Verbrauch von Plastikverpackungen dreimal so hoch wie in anderen europäischen Ländern: 125 Kilogramm Plastikabfall produziert jede Schweizerin und jeder Schweizer pro Jahr – im Jahr 2010 wurde 1 Million Tonnen verbraucht.

Aber weniger als 20% des Plastikabfalls wird hierzulande wiederverwertet. Nicht wiederverwertetes Plastik wird zur Energiegewinnung verbrannt oder exportiert. Einwegplastikprodukte belasten die Umwelt neben dem hohen CO2-Ausstoss bei der Verbrennung auch durch ihren hohen Ressourcenverbrauch.

Für Einwegplastikprodukte gibt es Ersatzprodukte aus erneuerbaren Ressourcen. Und so wird die Thematik auch andernorts bereits angegangen: Zum Beispiel in der EU oder in der Stadt Genf.

In der EU sollen ab 2021 Produkte aus Einwegplastik wie Plastikgeschirr und -besteck, Trinkhalme und andere Wegwerfprodukte aus Kunststoff verboten sein. An Stelle der Einwegprodukte müssen dort langlebige Mehrweglösungen treten. Um den Verbrauch von Kunststoffen zu reduzieren, hat die Stadt Genf beschlossen, die Verwendung von Einweg-Kunststoffprodukten für öffentliche Aktivitäten ab dem 1. Januar 2020 zu verbieten.

Die Stadt Baden soll nachziehen. Ein Verbot von Einwegplastikprodukten ist ein einfach zu leistender Beitrag zu einer Stadt Baden auf dem Weg zu Netto-Null C02-Emissionen.

PET ist davon ausgenommen (z. Bsp. PET-Flaschen), weil es zu >80% gesammelt und recycelt wird.

Freundliche Grüsse      

Michael Staubli, Grüne             Lukas Eberle, CVP         Nora Langmoen, SP      Adrian Humbel, FDP

Teilen: